Kapp Steuerberatung
Unternehmensberatung

Wie ermittelt sich der StB-Stundensatz?

Zum Hintergrund eines Steuerberaters:

Qualifikation
– in der Regel langjähriges Studium
– mehrjährige Pflichtzeit als StB-Assistent
– staatliches Qualifikationsexamen


Risiken
– allgemeines Unternehmerrisiko
– Risiken durch Mandantenvergehen
Haftungsrisiken bei Vermögensschäden


Laufende Anforderungen
– nur wenige Erfüllungsgehilfen möglich
– laufende Verantwortung u. Geheimhaltung
– hohe laufende Weiterbildungsanforderungen

 

Lassen Sie uns nun einmal rechnen
für einen sogenannten Einzelkämpfer

Ausgangswerte


Bruttogehalt eines erfahrenen Steuerberaters:

72.000 Euro

zzgl. der selbst zu tragenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (2018 - gedeckelt):

12.643 Euro

ergibt einen zu erreichenden Soll-Mindestgewinn von:

84.643 Euro

zzgl. übliche betriebliche Kosten (Miete, EDV, Lizenzen, ...) ca.

18.000 Euro

Mindest-Netto-Soll-Umsatz pro Jahr (also ohne USt):

102.643 Euro

 


Arbeitstage


Arbeitstage pro Jahr (abzgl. Urlaub):

230 Tage

abzüglich Fortbildung, Krankheit, Sonstiges:

  20 Tage

bleiben pro Jahr (= realer Erfahrungswert):

210 Tage




Arbeitsstunden


Arbeitsstunden pro Tag (bei üblichen 40 Std./Woche):

8 Stunden

Lesen von Steuernachrichten, Fachliteratur etc.:

1 Stunde

Tägliche Selbstverwaltung:

1 Stunde

Sonstige Telefonate,  Gespräche und Akquisition:

  1 Stunde

Somit bleiben effektiv (= realer Erfahrungswert):

5 Stunden


 

Stundensatz


Bei 210 effektiven Arbeitstagen mit je 5 Stunden sind das:

1.050 Stunden

Somit ergibt sich bei einem Jahresmindestumsatz von:

102.643 Euro

ein Mindeststundensatz von durchschnittlich (ohne USt):

98 Euro

Richtlinie der Steuerberater-Vergütungsverordnung (ohne USt):

100 Euro

 

Das Unternehmer- und Haftungsrisiko ist hierbei noch nicht berücksichtigt! Es fehlt also noch die finanzielle Motivation zur Selbständigkeit.