Kapp Steuerberatung
Unternehmensberatung

Wie ermittelt sich der StB-Stundensatz?

Zum Hintergrund eines Steuerberaters:

Qualifikation
– in der Regel langjähriges Studium
– mehrjährige Pflichtzeit als StB-Assistent
– staatliches Qualifikationsexamen


Risiken
– allgemeines Unternehmerrisiko
– Risiken durch Mandantenvergehen
Haftungsrisiken bei Vermögensschäden


Laufende Anforderungen
– nur wenige Erfüllungsgehilfen möglich
– laufende Verantwortung u. Geheimhaltung
– hohe laufende Weiterbildungsanforderungen

 

Lassen Sie uns nun einmal rechnen
für einen sogenannten Einzelkämpfer

Ausgangswerte


Bruttogehalt eines jungen
Steuerberaters im Durchschnitt:

60.000 Euro

zzgl. der selbst zu tragenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (ca. 21%):

12.600 Euro

ergibt einen zu erreichenden
Soll-Mindestgewinn von:

72.600 Euro

zzgl. übliche betriebliche Kosten
(ca. 25% vom Netto-Umsatz):

24.200 Euro

Mindest-Netto-Soll-Umsatz
pro Jahr (also ohne USt):

96.800 Euro

 


Arbeitstage


Arbeitstage pro Jahr:

220 Tage

abzüglich Fortbildung,
Krankheit, Sonstiges:

  20 Tage

bleiben pro Jahr
(= realer Erfahrungswert):

200 Tage




Arbeitsstunden


Arbeitsstunden pro Tag
(bei üblichen 40 Std./Woche):

8 Stunden

Lesen von Steuernachrichten,
Fachliteratur etc.:

1 Stunde

Tägliche Selbstverwaltung:

1 Stunde

Sonstige Telefonate,
Gespräche und Akquisition:

  1 Stunde

Somit bleiben effektiv
(= realer Erfahrungswert):

5 Stunden


 

Stundensatz


Bei 200 effektiven Arbeitstagen
mit je 5 Stunden sind das:

1.000 Stunden

Somit ergibt sich bei einem
Jahresmindestumsatz von:

96.800 Euro

ein Mindeststundensatz
von durchschnittlich (ohne USt):

97 Euro

Richtlinie der Steuerberater-
Vergütungsverordnung (ohne USt):

100 Euro

 

Das Unternehmer- und Haftungsrisiko ist hierbei noch nicht berücksichtigt! Es fehlt also noch die finanzielle Motivation zur Selbständigkeit.