Kapp Steuerberatung
Unternehmensberatung

Honorar

Gesetzlicher Rahmen

Es gilt der Rahmen der Steuerberatervergü­tungsverordnung (StBVV), also eine Spanne zwischen Mindes- und Höchstgebühr. Die Mittelgebühr (Mittelwert/Normalfall) ist dabei die gerichtlich anerkannte Richtlinie, wenn keine nachweisbaren Gründe dagegen sprechen. Dieser Gebührenrahmen bestimmt sich nach Gegenstandswerten, die sich aus Ihrem Umsatz, Ihren Kosten, dem Verkehrswert, dem Wert der Erbschaft, den Einkünften usw. ermitteln (feste Gebühren-Tabellen mit Wertgebühr).

Für Leistungen die nicht in der StBVV geregelt sind, gilt ausschließlich die Zeitgebühr bzw. ein Zeithono­rar nach den Stundensätzen.

Es wird mit jeder/m Mandantin/en eine Vergütungsvereinbarung geschlossen.

Sie erhalten nach Wunsch zu jeder Rechnung einen detaillierten Zeit- und Leistungsnachweis.

Abrechnungspraxis

Die Kanzlei orientiert sich innerhalb dieses gesetzlichen Rahmens  zunächst an der Zeit-Erfassung. Diese wird stets zusätzlich auf Plausibilität geprüft. Folgende Kriterien sind aber insgesamt zu beachten:

– Schwierigkeit (beeinflusst den Zeitbedarf)
– Fall-Umfang (beeinflusst den Zeitbedarf)
– Fall-Bedeutung (beeinflusst den Zeitbedarf)
– Haftungsrisiko* (beeinflusst u. a. den Zeitbedarf)
– Einkommenshöhe (beeinflusst das Risiko)
– Vermögenstand (beeinflusst das Risiko)
– Dringlichkeit (Druck erhöht das Risiko)
– Außerordentliche Zeiten (Sonderservice)
– Einkommen und Vermögen (Sozialausgleich)

Je leichter oder komplizierter ein Fall ist, desto günstiger oder teurer wird er. Wir ziehen somit Mandate mit gleichem Umsatz und Gewinn nicht einfach über einen Kamm, sondern achten auf die individuellen Eigenschaften eines Auftrags. Jeder Fall ist immer neu und jedes Jahr ist immer anders, denn Dinge und Gesetze ändern sich, ständig. Wir sind sicher nicht günstig, aber auf jeden Fall fair!

Neben der Befriedigung etwas gut gemacht zu haben, ist eine gute Bezahlung die beste Motivation!

Haftungsrisiko*

Der Steuerberater gibt Ihnen durch seine Leistungen eine Art Vermögensversicherung unter der Voraussetzung, dass er dazu alle entscheidenden bzw. notwendigen Informationen und Unterlagen besitzt. Er bewahrt Sie vor unnötigen Vermögensverlusten wie z. B. einer Steuernachzahlung, die nicht hätte sein müssen. Das ist eine sehr große Verantwortung gegenüber einer Vielzahl von Mandanten und ein tägliches finanzielles Risiko für den Steuerberater.

Erstgespräch

Ein kostenloses persönliches Erstgespräch zum Kennenlernen bzw. zur Anbahnung eines Mandats ist natürlich möglich und nötig. Der zeitliche Rahmen sollte sich dabei aber in Grenzen halten. Um Missbrauch zu vermeiden, beginnt sofort die kostenpflichtige Beratung, wenn konkrete oder gezielte fachliche Fragen aufkommen.

Erstberatung

Die sogenannte Erstberatung mit Deckelung auf 190 Euro zzgl. USt gilt nur für ausschließliche Verbraucher. Die Erstberatung gilt pro Person oder Personengruppe nur einmal und ist eine rein mündliche Beratung zur Schonung von Privatpersonen. Unternehmer sind gesetzlich sofort voll gebührenpflichtig.

Erst- oder Einmalauftrag

Bei Erteilung eines ersten oder im Falle eines nur einmaligen Auftrags sind die Gebühren etwas höher, da erstmalige Einrichtungs- und Verwaltungskosten entstehen. 

 

Grundsätzliches

Ohne Sie geht es nicht! Ein Berater ist nur so gut, wie der Mandant es zulässt. Wir können Sie nur angemessen beraten und Ihre Pflichten für Sie erfüllen, wenn Informationen und Unterlagen frühzeitig und möglichst vollständig zur Verfügung gestellt werden. Nehmen Sie unsere Hinweise und Empfehlungen bitte erst und arbeiten mit uns zielgerichtet und effektiv zusammen, damit Ihre Kosten möglichst niedrig bleiben. Jede Nachlässigkeit, Abweichung oder Ungenauigkeit erhöht in der Regel die Kosten und bindet uns schlimmstenfalls die Hände.

Qualität und Service brauchen Zeit und Zeit kostet Geld. Wir nehmen unseren Auftrag als Organ der Rechtspflege ernst. Wenn Sie rechtssichere und zuverlässige Dienstleistungen wünschen, sind Sie hier richtig. Wenn Sie es nur günstig haben möchten, sind Sie hier wahrscheinlich falsch. Stellen Sie sich vor, man bietet Ihnen den Pauschalpreis von 200 Euro zzgl. USt an. Was passiert? Man wickelt den Fall dann sicherlich in 2 Stunden ab, vielleicht sogar inklusive Erstgespräch, ganz gleich ob es wirklich fertig oder richtig ist, oder Nacharbeiten nötig sind. Wollen Sie das wirklich???

Was die StB-Kosten hochtreibt! Der reine Erstellungs- oder Buchungsaufwand ist oft gar nicht so hoch. Unklare Kommunikation, irrelevante Daten und Unterlagen, Beleglücken, Fristversäumnisse, falsche Sortierungen, fehlende Angaben oder Markierungen, Erinnerungen und Wiedervorlagen, klärende Telefonate oder Schreiben, nachträgliche Belege oder Fehlinformationen kosten Zeit, meist mehr als das reine Bearbeiten oder Buchen selbst. Oft müssen die gleichen Arbeitsgänge nochmals wiederholt werden, weil zu viel Zeit bis zur Wiederaufnahme des Falles vergangen ist oder geprüft werden muss, dass nachgereichte Belege nicht doppelt vorhanden sind. Diese Zeiten drum herum und die somit entstehenden Personal- und Opportunitätskosten zahlen Sie leider mit. Deshalb ist es wichtig, sich aufeinander richtig einzustellen bzw. abzustimmen und die Kommunikation auf das Wesentliche zu beschränken. Hier sind auch Sie gefordert – zugunsten Ihrer Finanzen.

Pauschalhonorare sind nicht möglich. Sie weichen in der Regel deutlich vom Aufwand ab und widersprechen ggf. der Vergütungsverordnung.

Von uns üblicherweise monatlich konstant verlangte pauschale Abschläge sind keine abgeltende Pauschalgebühr, sondern dienen lediglich unterjährig zur groben Kostendeckung und werden auf eine Jahresschlussrechnung angerechnet, in welcher regelmäßig eine Nachzahlung zu erwarten ist. Die Nachzahlung deckt sich meist mit den Jahresabschlusskosten.

Eine Abhängigkeit der Gebühren von der Steuererstattung oder -nachzahlung ist gesetzlich verboten.

Die Steuerberatungsgebühren sind nicht starr. Sie können und werden sicherlich von Jahr zu Jahr oder von Fall zu Fall schwanken, je nach den Umständen und dem nötigen Zeitaufwand (Veränderlichkeit der Gebühren).

Fachliche Bera­tungen und sonstige Ge­spräche, Schreiben oder Zeiten, auch über elektronische Medien (Telefon, Email, Fax etc.), sowie alle sonstigen Arbeiten sind stets gebüh­renpflichtig, zumindest mit der Zeitgebühr.

Beratungen über elektronische Medien erfolgen nur bei Bestandsmandaten.

Haben Sie weitere Fragen? Dann senden Sie uns bitte eine E-Mail.